Skandal im Kreistag Vorpommern-Rügen: Mehrheit lehnt würdiges Gedenken an Gustloff-Opfer ab

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Pressemitteilung der AfD Fraktion im Kreistag Vorpommern-Rügen
25.03.2026
Skandal im Kreistag Vorpommern-Rügen: Mehrheit lehnt würdiges Gedenken an Gustloff-
Opfer ab
In der jüngsten Sitzung des Kreistages Vorpommern-Rügen haben die übrigen Fraktionen
geschlossen einen Antrag der AfD-Fraktion abgelehnt, der die Prüfung eines würdevollen
Gedenkortes für die Opfer des Untergangs der „Wilhelm Gustloff“ vorsah. Damit verweigerte
die Mehrheit im Kreistag ein Zeichen des Erinnerns an eine der größten Schiffskatastrophen
der Geschichte mit über 9.000 Toten, darunter zahlreiche Frauen, Kinder und ältere
Menschen.
Detlef Kegel, Fraktionsvorsitzender, erklärt dazu:
„Die Ablehnung unseres Antrags ist ein politisches und menschliches Armutszeugnis. Wir
haben bewusst einen sachlichen und verantwortungsvollen Ansatz gewählt, der das Leid der
zivilen Opfer würdigt und zugleich den historischen Kontext einordnet. Dass ein solches
Anliegen von der SPD als ‚scheinheilig‘ diffamiert wird, ist nicht nur respektlos gegenüber
den Opfern, sondern auch gegenüber deren Angehörigen.
Ein Gedenkort in Sassnitz hätte an einem authentischen Ort an die Tragödie erinnert und
gleichzeitig ein klares Zeichen für Frieden und Menschlichkeit gesetzt. Wer selbst dieses
Minimum an würdigem Gedenken aus politischen Motiven ablehnt, offenbart ein selektives
Verständnis von Erinnerungskultur. Für uns gilt: Leid kennt keine politische Farbe – und es
darf auch nicht relativiert oder verdrängt werden.“
Die AfD-Fraktion im Kreistag Vorpommern-Rügen wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass
das Schicksal der Opfer des Untergangs der „Wilhelm Gustloff“ nicht in Vergessenheit gerät.
Erinnerungskultur darf nicht von politischen Mehrheiten abhängig sein, sondern muss dem
Anspruch gerecht werden, allen Opfern von Krieg und Vertreibung einen würdigen Platz im
öffentlichen Gedenken zu geben.

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